Ist eine Bronchitis ansteckend?

Eine Bronchitis ist, ebenso wie eine Erkältung, die durch den Befall mit Bakterien oder Viren ausgelöst worden ist, ansteckend. Das Risiko ist sogar besonders groß. Die Keime gelangen beim Husten, Niesen oder auch beim Atmen in die Luft der Umgebung, wo sie von anderen aufgefangen werden können.

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und alle, deren  geschwächt ist. Denn die körpereigene Abwehr entscheidet darüber, ob die Erkrankung weitergegeben wird. Ins Hintertreffen geraten Menschen, deren Bronchien aufgrund der erblichen Belastung überempfindlich reagieren.

Besonders chronische Immunschwächen wirken sich nachteilig aus. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Männer öfter der Bronchitis anheimfallen als Frauen. Wer bereits erkältet ist, läuft größere Gefahr als gesunde Menschen.

Der Bronchitis mit gestärkter Abwehr begegnen

Auch Diabetiker und AIDS-Patienten zählen zu dem gefährdeten Personenkreis. Im Frühjahr und im Herbst, den typischen Erkältungszeiten, tritt eine Entzündung der Bronchien häufiger auf als im Sommer oder Winter. Ihre Zeit ist im Normalfall auf zwei bis drei Wochen beschränkt, sollte es länger dauern, kann es gefährlich werden.

Bereits bei einer Dauer von drei Monaten und wiederholtem Auftreten etwa um die gleiche Zeit in einem der darauf folgenden Jahre spricht man von einem chronischen Zustand. Bedrohlich ist die Ansteckung auch dann, wenn Herz und Kreislauf nicht so auf der Höhe sind, wie sie es sein sollten. Das kann eine Folgeerkrankung von beträchtlichem Ausmaß nach sich ziehen.

Das Risiko der Ansteckung lässt sich allerdings auch eindämmen. Wer auf das Rauchen verzichtet, hat bessere Chancen. Wenn Sie viele Vitamine mit dem Essen zu sich nehmen, regelmäßig Sport treiben und nicht zu wenig schlafen, stärkt das Ihre Abwehrkräfte und senkt die Aussicht, sich mit Bronchitis anzustecken.

Vorbeugende Maßnahmen gegen das Ansteckungsrisiko

Achten Sie auch darauf, dass die Luft im Wohnraum oder am Arbeitsplatz, der nicht im Freien liegt, feucht genug ist. 50% Luftfeuchtigkeit sind ein gesunder Wert, allzu trockene Luft sollte angefeuchtet werden. Gerade bei angewärmter Heizungsluft ist ausreichende Frischluftzufuhr unverzichtbar.

Im Umgang mit Erkrankten ist nicht zuletzt die Hygiene wichtig. Häufiges Händewaschen gehört dazu. Als bewährtes Hausmittel gilt der Zwiebelsaft.

Wird die Atemwegserkrankung behandelt, etwa durch Verabreichung eines Antibiotikums, sinkt die Ansteckungsgefahr. Ist ein voller Tag vergangen, lässt sich mit Fug und Recht erwarten, dass sie gebannt ist. Sollte die Übertragung der Erreger aber bereits stattgefunden haben, kommt es dennoch zum Ausbruch.

Die Bronchitis ohne Medikamente kurieren

Damit müssen Sie auch dann rechnen, wenn die Behandlung nicht anschlagen sollte, was sich nicht sofort bemerkbar machen muss. Auch ohne die Einnahme von Antibiotika können die Symptome übrigens innerhalb des gleichen Zeitraums abklingen, zumal, wenn sie durch Viren verursacht sind.

Ruhe hilft im Allgemeinen mehr als Sport. Das Ausschwitzen sollte nicht forciert werden, um den Kreislauf nicht zusätzlich zu belasten. Ätherische Öle tun gut, wenn sie Zeit zum Wirken haben.

In der Hausapotheke findet sich Essigwasser, mit dem der Oberkörper ab und zu gereinigt werden kann, um erneut zu schwitzen. Wer einen schwarzen Rettich aushöhlt und mit Zucker füllt, kann den Saft daraus täglich drei Mal trinken. Auch Kartoffelwickel helfen bei Bronchitis.